Mahnwache für Theo in Brugg

Ein nasskalter Morgen vor dem Bezirksgericht in Brugg: Zum Prozessauftakt im Fall Theo findet eine Mahnwache mit rund 50 Menschen statt. Unter ihnen sind Selbstbetroffene, Angehörige und Unterstützer:innen, die dem Aufruf von autistinnen.ch gefolgt sind.
Theo war 18 Jahre alt, Autist, und starb 2021 nach wochenlanger Isolation in der Psychiatrischen Klinik Königsfelden. Nun beginnt der Strafprozess gegen verantwortliche Ärzt:innen. Das Urteil wird Ende Woche erwartet.
Theo ist kein Einzelfall. Autistische Menschen sind in der Psychiatrie besonders gefährdet – weil es noch immer an Fachwissen, verbindlichen Standards und wirksamer staatlicher Aufsicht fehlt.
Isolation und andere Zwangsmassnahmen werden weiterhin eingesetzt, obwohl ihre klar negativen Wirkungen gut dokumentiert sind.
Über 1’000 Menschen haben bereits einen Aufruf unterzeichnet, der verbindliche Reformen von Bund und Kantonen fordert:
– aktuelle wissenschaftliche Grundlagen statt veralteter Berichte
– systematische Überprüfung psychiatrischer Praxis
– verbindliche Aus- und Weiterbildungen
– klare Regeln und wirksame Kontrolle bei Zwangsmassnahmen
Der Prozess klärt Verantwortung. Jetzt braucht es verbindliche Reformen, damit sich so etwas nie mehr wiederholt.
👉 Unterschreibt und teilt den Aufruf: https://mahnwache-fuer-theo.ch
Foto: Claudia Rohner
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