Warum ich Unterschriften «fälsche»

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich einmal Unterschriften für Initiativen «fälschen» würde. Aber die kriminellen Machenschaften der Sammelfirmen lassen uns keine andere Wahl. Weder Parlament noch Behörden haben bis jetzt genügend wirksame Massnahmen gegen den Unterschriftenbschiss ergriffen – trotz über 21’000 gefälschten Unterschriften und einer noch höheren Dunkelziffer!
Die Gefahr für unsere direkte Demokratie ist zudem viel grösser, als viele bisher wahrhaben wollten. Es gibt bereits Schreibroboter, die mit speziellen Fonts arbeiten, die von Handschriften kaum zu unterscheiden sind. Mit kopierten oder gekauften Daten könnten so Tausende, ja Zehntausende von Unterschriften für Initiativen und Referenden gefälscht werden - im Büro oder am Küchentisch.
Um Politik und Behörden auf das Problem aufmerksam zu machen, habe ich mir im Internet einen solchen Schreibroboter und Spezialschriften gekauft. Jetzt bin ich dabei, mit Sandro Scalco den Roboter zu testen. In den nächsten Wochen wollen wir, die Stiftung für direkte Demokratie, über die Ergebnisse informieren. Update folgt!
PS: Ich fälsche selbstverständlich keine Unterschriften, sondern teste den Schreibroboter mit fiktiven Personendaten und der Mustervorlage einer Volksinitiative. Nach den ersten Versuchen bin ich doch sehr überrascht, wie schwierig es ist, gefälschte Handschriften zu entlarven.
PPS: Hat jemand von euch auch schon mit Schreibrobotern experimentiert?
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